“Gruener” Protest am Brandenburger Tor

29 Mai

Hochkarätiger konnten die Teilnehmer dieser friedlichen Demonstration gegen die geplante Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Kernkraftwerke nicht sein. Nicht nur der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der Bundesregierung Betrug an den Bürgern des Landes vor.
Nur die Energieriesen EON, RWE, EnBW und Vattenfall profitierten seiner Meinung nach von den verlängerten Laufzeiten und würden ihre Gewinne um mehr als 200 Milliarden steigern. Die Branche der erneuerbaren Energien hingegen könnten mit dem preisgünstigen Strom aus den Kraftwerken nicht konkurrieren und werde langfristig gesehen ihre Produktionen verringern müssen, was wiederum zu erheblichen Verlusten an Arbeitsplätzen führen werde.
Auch der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, forderte von der Bundesregierung eine Veränderung in ihrer Haltung, denn es sei nicht sinnvoll, kurzfristige Gewinninteressen der Stromkonzerne gegen die Interessen der Bürger politisch zu unterstützen. Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Dietmar Schütz, betonte die Notwendigkeit des weiteren Ausbaus von erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Solarenergie. Allerdings seien verlässliche Investitionsbedingungen für die noch relativ jungen Betriebe unerlässlich, um wirtschaftlich arbeiten zu können und weiter in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren.
Anwesend waren natürlich auch Vertreter von Greenpeace, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), Germanwatch sowie der Klima-Allianz. Als Vertreter der Wirtschaft für erneuerbare Energien waren zahlreiche Bundesverbände und Firmenvorstände von Windkraft und Solarstromanlagenherstellern (Enercon, Solarworld) anwesend.

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