Iran macht Zugestaendnise im Atomstreit

14 Mai

Am Montag wurden nach einer Marathon-Sitzung der drei Regierungsführer aus Brasilien (Luis Inacio Lula Da Silva), Iran (Mahmud Ahmadinedschad) und der Türkei (Recep Tayyip Erdogan) eine Vereinbarung in Teheran unterzeichnet, in der sich der Iran bereit erklärt, seine Urananreicherung – wie schon lange von den USA gefordert – auszulagern. Den entsprechenden Vertrag wird der Iran mit der Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien ausarbeiten. Diese Zugeständnis seitens des Irans ist sicherlich in weiten Bereichen den monatelangen Schlichtungsbemühungen der beiden Verhandlungspartner aus Brasilien und der Türkei zu verdanken.

Auch die zu erwartenden Sanktionen der anderen Atomsperrvertragspartner sind wohl in die erneuten Überlegungen und die letztendliche Entscheidung eingeflossen. Ob das Einlenken des Irans und seine Erklärung, nun doch schwach angereichertes Uran in die Türkei auszulagern, ernst zu nehmen sind, wird von vielen Beobachtern äusserst kritisch beurteilt. Es könne auch sein, das der Iran mit dieser Absichtserklärung nur Zeit gewinnen wolle, um weiter an seinem Atomprogramm arbeiten zu können.

Comments are closed.