Stromkonzerne sparen durch „Vorkasse“

20 Apr

Laut einer Berechnung der Landesbank Baden – Württemberg betragen bei einer zehn Jahre längeren Laufzeit aller Atom – Meiler in Deutschland die zusätzlichen Gewinne der Energiekonzerne ( EnBW, Eon, RWE, Vattenfall ) ca. 89 Milliarden Euro. In der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Stromkonzernen über den geregelten Ausstieg aus der Kernenergie ist vorgesehen, das die Betreiber der Kraftwerke die Hälfte ihrer zusätzlichen Gewinne aus der möglichen Laufzeitverlängerung abgeben, um im Fall einer Abschaltung der Reaktoren diese durch Kohlekraftwerke zu ersetzen und die damit verbundenen Produktionskosten bezahlen zu können.

Der baden – württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister ( FDP ) regte in Absprache mit dem Stuttgarter Umweltressort an, die Energiekonzerne nun mit einer einmaligen, vorab zu leistenden Abschlagszahlung in Höhe von 10,7 Milliarden Euro aus dieser Vereinbarung zu entlassen. Nach Meinung Pfisters sei es aus „energie – und klimapolitischer Sicht“ sinnvoller, möglichst früh über diese finanziellen Mittel zu verfügen, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern und auch für die Energiekonzerne sei diese „Vorauszahlung“ erheblich kostengünstiger als die ursprüngliche Vereinbarung.

No comments yet

Leave a Reply